MIT KARACHO INS…

Kategorien HEIMATRUHE

GRÜNE!

Wonnemonate! Nicht nur Blechhühner, auch sehr lebendige Gänse stürzen sich in die grüne Wiese!

O.K., ins Grün-Weisse, ins Grün-Weiss-Gelbe auch noch. Aber auf jeden Fall umfangreich ins GRÜN, welcher Art auch immer! Im Frühling, besonders im Mai, wenn Alien-gleich aus allen Erden,

Bäumen, Büschen, Feldern, Tälern und Wäldern Knospen heraus brechen, überkommt mich unwiderstehlich der Hinein-Reflex.

Geht gut mit dem Motorrad in lauem Lüftchen und Sonnenschein auf gekurvten Strässchen in neongrünen Buchenwäldern im Spessart

durch satte Wiesentäler im Jossatal.

Allerdings nicht mit Karacho, sondern Motorrad-Wandern ist angesagt.

Wirklich per pedes kann man sich ebenso und durchaus ungefährlicher hinein stürzen. Zuweilen findet man handgearbeitete Brückchen wie im Ehrenbachtal in der Fränkischen Schweiz dafür!

Per Motorrad kommt man natürlich freundlicherweise schneller vom Fleck, auch wenn man damit wandert. Schnell bin ich in den Grünausläufern der Fränkischen Schweiz. Im Tal hinter Kirchehrenbach Richtung Leutenbach.

Linker Hand ziehen sich traumhafte Streu-Obst-Wiesen den Hang hinauf. Hier lässt sich ein Bad im Grünen nehmen, immer mit dem Blick auf’s „Walbarla“,

dem Ehrenbürgfelsen mit der St. Walpurgis Kapelle.

Zum Einnisten über Nacht und fürs fränkische Abendessen gibts in der Nähe in Eggolsheim/Weigelshofen die Brauerei Gasthof Pfister

Grün, grün, grün sind alle meine Stauden, da brauche ich nur einen Schritt in mein Gärtchen zu tun und um mich zu schauen.

Echte Sternmiere, Salomonsiegel und Weissdorn mit leuchtend zweifarbigen Staubblättern.

Die halten die fiesen Eisheiligen aus. Meine noch einfarbig grünen Tomatenpflänzchen warten sehnlichst darauf, dass diese vorbei sind, sie umgetopft und an die frische Luft gebracht werden. Sie hattens kuschelig im Wohnzimmer. Klar sind sie in der Entwicklung weiter als der Farn draussen.

Gekaufte Tomaten esse ich schon lange nicht mehr, schmecken ja meist nach nix, habe also tomatenfreie Winter. Meine Konsequenz: selber anpflanzen. Vorgezogene kleine Pflanzen ersparen mir dabei viel Aufwand. Mit Tipps von „meiner“ frrängischen Domaden Fraa Helga Dressel (siehe BLOG 29.8.17 “Grad sind die Roten geboten…“) traue ich mich dran.

Von ihr habe ich die vier mit Schildern versorgten ergattern können:

von links
„Potato Leaf Variagated“, ihre grün-weissen Blätter schmücken sie bereits ohne Früchte, diese sollen rund orangegelb werden und aromatisch sein. Von den gleichnamigen Inseln hats die „Galapagos“ ins Fränkische geschafft, eine kleine, gelbe Wild-Tomate. Nicht minder exotisch reiht sich graziös ein: die „Königin der Nacht“. Ich bin so gespannt, sie soll mittelgross werden, und dies in schwarz, gelb, rot. Hoffentlich tut sies, ich erwarte ihre Reife spät, diese mit fruchtiger Milde. Südtirol steuert „Ignatius“ bei, rot, rund, mittelgross, ich denke, gut fürs dicke Butterbrot mit Salz, Pfeffer, Zwiebelwürfelchen und Schnittlauch. Die grosse ganz rechts ist ein Geschenk meiner Freundin Monika, sie vermutet eine Fleischtomate.

Bei allen Tomatensamen, die unter freiem Himmel entstehen dürfen, schütteln zuweilen die Hummeln, Bienen und andere Bestäuber die Pollen so durcheinander, dass immer Überraschungen dabei sind. So gross, wie die Pflanze von Monika jetzt schon ist, hoffe ich darauf, dass sie mich mit guter Ernte für Tomatensalat mit Gemüsezwiebeln versorgt.

Ich berichte in weitern BLOGs .

So, endlich, die „Kalte Sophie“ ist abgerauscht! Ans Tomaten-Umpflanzen geh ich nach Tipps von Frau Dressel. Hier sind sie mit ordentlich Topf an den Füssen

Zur step by step Anleitung hier weiter lesen…

Apropos, da wir grad beim Thema sind: „Grüne Tomaten“, einer meiner liebsten Filme:

Uralt, erheiternd und einiges mehr, auch Tiefgang!

Solange meine Tomaten sich um Rotes bemühen, weiche ich aus auf direkt essbar Grünes. Grünen Spargel zum Beispiel, eins meiner schnellsten und liebsten Mittags-Essen:

REZEPT „GRÜNER SPARGEL IM WOK GEBRATEN“,
echter Quickie! Zum Rezept…

Bisschen länger dauert die Hessische Grüne Sauce, Kräuter schnippeln ist angesagt. Jetzt begrünt sie alle Teller meiner hessischen Heimat. Genau beschrieben im Kochbuch „Original Hessisch“

in dems auch noch anders grünt, zum Beispiel mit „Rheingauer Sauerampfersuppe“ oder „Griewerchsgmies“. Schnelles Rezept, Lauch, Speck und Croutons.

Wie oft bei althergebrachten Rezepten hat jeder seine eigene Version. Gerne geraten sich darüber echte Landfrauen in die Dauerwellen oder andere Frisuren. Mein eigenes Rezept ist deshalb hier:

Zum Rezept…

Bisher musste ich die Kräuter für den sofortigen Genuss aus Hessen immer importieren. Ich traue dem nicht, aber wer mag, ordert sie online, in welchem Aggregatzustand auch immer. Ich hab mich anders entschieden, ich baue sie jetzt selbst an!

Bei Kiepenkerl kann man alle 7 in einer Samen-Mischung bestellen. Samen für 500Pflanzen. Bestellt man sie einzeln, sind es 7×500, das möchte ich weder rechnen, noch mir vorstellen. Stattdessen fange ich lieber klein vom Samen auf an. Dazu habe ich mir ein Mini-Gewächshaus zugelegt. Dies will zuerst aufgebaut werden.

Der Kater sagt, er hilft mir. Gemeinsam wären wir stark, meint er! Sind wir nicht immer…

Das geht gut für den Balkon, auch ohne Kater, Wer einen Garten mit Frühbeet hat, benutzt dieses. Ich fange im Wohnzimmer damit an.

Wenn die Eisheiligen vorbei sind, bekommen sie Licht, Luft und Regen auf der Terasse in meinem Garten mit. Was ihnen nix macht, denn das kleine, feine Gewächshaus schützt vor allem Bösem. Deshalb soll man vermutlich im Glashaus nicht mit Steinen schmeissen!

Die brauchen jetzt Sonne, Wasser und Aufmerksamkeit. In der Zwischenzeit berausche ich mich an allem anderen, womit mich mein Gärtchen ins Grünfieber versetzt.

Wenn ich aus meinem Küchenfenster nach unten schaue

Funkien, Einbeeren, Holunder, Akelei, Sauerklee, Pfennigkraut, Gras beginnen durcheiander zu wuchern.

Weiss gebänderte Funkien in Sicherheit im hohen Kübel. In meinem gern von Schnecken bevölkerten Waldrandgarten, umspült von Waldmeister, Bärlauch und Blech-Huhn, welches immer tiefer sinkt.

Mein Geradeausblick in die Eichen. Hier rauscht das Neongrün umeinander, als unumgängliches Hallo wach!

Ungeschönt, genau so isses. Das macht der Regen, mit dem bin ich zufrieden und glücklich. Wenn die Sonne danach wieder rauskommt, phosphorisziert alles.

So wirds nicht bleiben bis zum nächsten BLOG. Auch gut, wird sonst langweilig. In ungefähr 2 Monaten konzentriere ich mich auf ein paar meiner Lieblings-Gasthäusern und auch …, ach nee, das verrat ich doch noch nicht!

Schönen Frühling, nix wie raus, hinein ins Grüne! Am besten mit Karacho!

Dir gefällt Heimatruhe? Erzähl deinen Freunden davon:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.