O.k., gut, die warmen Tagen sind noch weit, Mili Vanili ist noch mit Überzeugung beim couching…

+ ich mag diese Frühlingstage eh nicht,
von draussen hämmert die Sonne ins Wohnzimmer,
Sommer-Träume poppen auf.
Alles Schäume!
Stürzt man euphorisch hinaus, ziehts, ist saukalt und schon tut der Hals wieder weh.

Richtig erwischt hats mich vor einigen Tagen noch auf dem Weg zur Arbeit, d.h. mit voller Ausrüstung im Auto, wäre ich gerne bis zur Eingangstür einer wunderbaren Wirtin im Fichtelgebirge gefahren. Sollte nicht sein:

Wir mussten, schneegestöber- + kälte-geplagt alles in den hütteneigenen Allrad hin + her laden. Dafür brennt im Gasthof ein Kaminfeuer + sonst bleibt dem Gast vor Wohligkeit kein Auge trocken, weil’s dort so wunderbar ist. TIPP: seehaus-fichtelgebirge.com
Helfen tut mir, frühlingsmässig gesehen, nur, Kleinstblümchen aus dem Garten zu mir ans Küchenfenster etc. zu holen.

Leberblümchen und Granatäpfel Fenster Küche Krumbach
Weiße Glockenblumen-Blüten
Schachbrettblumen-Blüten, (Fritillaria meleagris) in Mini Vase (Rosenthal“Flux“)

Nicht nur die Blümchen spriessen, auch die Kräutlein + wachsen einem fast aufs Butterbrot, wie hier die Brunnenkresse

Brunnenkresse auf Butterbrot

Frisch, knackig, bissig scharf, grün + gesund wie Sau!
Direkt aus dem Weissmain, hier noch Bach, deren Quelle in Kleinziegenfeld zu betrachten ist.
Muss nicht sein, sauber + eckig in Beton erfasst, gibt sie nur denen,
die’s wirklich wissen wollen, darüber die Gewissheit, aber weiter romantisch nix her.

Brunnenkresse mit Eiskristallen am Bach

Aber, das Kleinziegenfelder Tal!
Es liegt verwunschen in der Fränkischen Schweiz + bei jeder Ecke,
um die man beim Wandern, Motorradfahren, Fahrradfahren biegt,
bieten die vorhandenen Felsen + Ausblicke
atemberaubende Möglichkeiten zum Staunen,
durchaus auch Hinunterstürzen.
Glaubt man wieder mal nicht,
was Franken da so an landschaftlichen Abenteuern in der Hinterhand hat.
Ich konzentriere mich da sehr gerne auf Picknicks an exponierten Stellen,
auf Bänken mit Blick den Felsen runter ins Tälchen.
Auf die Weismain zum Beispiel.

Blick auf den Weismain mit Rauhreif

Man muss sich auch nicht unbedingt aufs Picknicken verlegen, sehr komfortabel
+ lecker wird der Gast versorgt, am oberen Ende, in Kleinziegenfeld, im Gasthof Zöllner!
TIPP: gasthof-zoellner.de

 

 

Öffnungsschild Zoellner Kleinziegenfeld

Aber nicht nur Donnerstags!

Einige Tage später, im März, auf dem Weg von der Arbeit, nach dem erfolgreichen Ablichten von grünen Klössen im „Auenseehaus“ in Köditz bei Hof in Bayern ganz oben,

TIPP:auenseehaus.de, 

erfuhr ich von einem anderen fränkischen aufregenden Blick in die Tiefe. Vom Petersgrat auf die Saaleschleife, mit einer sonderlichen Geschichte. Auf die oberste Höhe dieses exorbitant schroffen Felsens baute eine Familie ein Sommerhaus mitten in diese atemberaubende Natur. Legte einen Garten an, ein Schwimmbecken und verbrachte hier Ferien in der Stille dieses besonderen Bergs. Erzählt wird, dass ein kleines Kind dieser Familie die Felsen herabstürzte, ein anderes ertrank. Das Haus musste irgendwann abgerissen werden. Eingedenk dessen fasziniert dieser Ort noch mehr. Ich musste hin. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten. Gute Bedingungen. Trotzdem, richtig gemütlich wars nicht. Dafür atemberaubend + wirklich lebensgefährlich. Seeeehr vorsichtig habe ich mich immer weiter, fast, getastet. Bis ganz nach vorne. Lohnend ist es, es mit, mindestens, geeigneten Schuhen selbst zu versuchen! Mit allen gespitzen Sinnen! Auch wer auf der übrig gebliebenen oberen Platform ein Picknick macht, wird durch die Stille + den Blick reich belohnt!

Der sonnige Anfang ist gemacht,
jetzt kanns heiss werden, finde ich.
Wenns Motorrad raus ist, kommt der nächste Blog.
Dann, irgendwann!
Für heute mit fränkischen Grüssen