MEIN JETZT EIGENES „KOUGLHOPF“ REZEPT

Kategorien ESSEN + DRINKS, HEIMATRUHE, KOCHEN, LA VIE, REZEPT, SELBST KOCHEN

Autorin: A.F. Endress mit Korrektur von Christiane Neubauer, Elsass

Ich stellte beim Suchen in allen meinen französischen Kochbüchern und im Internet fest, jeder hat das seinige. Alle, die ich fand, waren verschieden, was halfs, ich musste ran an den Test. Nach dem 4. Kouglhopf-Durchlauf hab ich’s geschafft dass das Rezept funktioniert. Der Kouglhopf schmeckt so, wie er soll! Das Fazit ist allerdings, ich muss so schnell es geht, wieder ins Elsass. Zwar besitze ich, incl. der Mini-Formen, ca. mindestens 44 Guglhupf-Backformen. Aaaber es ist halt nun mal kein Kouglhopf dabei. Diese Form ist, so wie das Elsass halt auch, unvergleichlich und besonders. Wesentlich schmaler im Durchmesser und aus diesem Grund bildet der Hefeteig diesen dicken „Pilzfuss“! Den will ich dann auch noch hinkriegen. Na ja, das dauert noch ein wenig….als Trost hier aber mein Rezept, bei dem der Geschmack stimmt.

30g frische Hefe
250ml Milch, handwarm
100g + 400g Weizenmehl Typ 404
150g + 30g Butter, weich
75g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
100g Rosinen
ca. 15 Mandeln, ungeschält, halt so viele, wie meine Kouglhopf –Form Rillen hat

Meine momentane, nicht ¡artgerechte!, Guglhupf-Formhat einen Durchmesservon 25,5cm und eine von Höhe 9,5cm

Hefe löse ich in Milch auf und rühre 100g Mehl gut unter. Deckel drauf und diesen Vorteig lasse ich an einem handwarmen Ort 1/2h gehen.

Mehl siebe ich in eine grosse Keramikschüssel und drücke in die Mitte des Mehlberges eine Kuhle. Auf den Rand gebe ich Butterstücke, Zucker und Salz. Nachdem der Vorteig 1/2h gegangen ist, giesse ich ihn nun in die Kuhle des vorbereiteten Mehls und knete alles, was auf dem Rand geparkt war, mit den Händen und der Hilfe eines Teigschabers sorgfältig unter Mehl und Vorteig.

Ist der Teig einigermassen homogen und beginnt, sich von Händen und Schüsselrand zu lösen, arbeite ich das Ei ein, bis sich der Teig wieder von allem löst. Das dauert mindestens 5 Minuten, zwischendurch denke ich manchmal, er löst sich nie! Aber dann doch! Also, Geduld! Zum Schluss forme ich ihn zu einer Kugel, bedecke nun die Schüssel mit einem frischen Küchentuch und lasse ihm ca. 1h! an einem kuscheligen Ort, ca. 22. Grad, seine Ruhe. Er muss sein Volumen verdoppelt haben.

Währenddessen fette ich mit den restlichen 30g Butter die Form gut ein und lege an die tiefste Stelle jeder Rille 1 Mandel. Geht gut mit einer Kochpinzette. Elsässer fänden das sicherlich unsportlich, aber ich finde, es hilft!

Hat der Teig sich verdoppelt, knete ich ihn wieder mal. Die Rosinen gebe ich dazu und knete alles wieder mindestens 5 Minuten. Forme eine Kugel, platte die ab, bohre mit den Fingern in die Mitte eine Öffnung und lasse dieses Gebilde nun über den „Schornstein“ in die Form gleiten. Der Teig sollte die Form mindestens zur Hälfte ausfüllen.

Ich decke ihn wieder schön ab und nun bekommt er wieder, an warmem Ort, seine Geh-Ruhe. Vermutlich ca. 1,5 Stunde. Auf jeden Fall sollte er über die Form-„Ufer“ gegangen sein, ziemlich sogar. Das entscheide ich nach Augenmass. Die Gehzeit hängt auch davon ab, wie warm meine Küche ist. Sobald ich mit dem Aufgehen einverstanden bin, heize ich den Backofen auf 180 Grad, Ober/Unterhitze. Ist er hochgefahren, stelle ich den Hopf vorsichtig auf die Schiene ganz unten im Backofen. Garzeit ca. 50 Minuten. Ich mache die Stäbchenprobe, sobald nix mehr dran hängt beim Reinstechen, nehme ich ihn aus dem Ofen. Ca. 10 Minuten lasse ich ihn auf einem Kuchengitter abkühlen, dann stürze ich ihn und er bekommt eine ordentliche Schicht Puderzucker verpasst.

Schon fertig!

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