…IST GRAD VORBEI + so, wie die meisten hier, hab ich aus dem Garten vor dem Haus dann doch mal meine analogen Weihnachts-Sterne zusammengepackt.

Jetzt trocknen sie kuschelig überm Herd.

Kalte Finger hab ich mir dabei geholt, es war neblig, frisch + weiss draussen. Der Bauer sagt dazu: „Ist’s zu Lichtmess klar + hell,
 kommt der Frühling nicht so schnell.“ Hell wars, klar nicht, also müssen wir uns überraschen lassen, wann er jetzt wirklich hereinbricht, der Frühling. Ich halte mich an weiss + hell + erfinde ein solches „Menue“. Der Freund, für den ich’s koch, ist schon lange mal dran. Am Jahresanfang schreite ich doch schneller zur Tat, als wenn das Jahr schon wieder seine Fahrt aufgenommen hat. Trotzdem mach ich’s mir einfach mit meinem Winter-Menue.

Vorher, erst mal, um den Hungertod abzuwenden, BUTTER TOAST

RETTICH,

+ FEINSTES SALZ ergibt

BUTTER TOAST, RETTICH + SALZ. Zum Rezept:…

Damit die Tischdeko das helle, zarte Menue nicht weghaut, halte ich mich an den Blick aus dem Fenster. Meine Tupfenvorhänge dürfen auf dem Tisch Schneelandschaft spielen.

Meine aus dem bepflanzeten Trog  geschnittenen Christrosen (Helleborus Niger) tauchen auf dem Tisch ihre Stängel in alle kleinen Fläschchen, die ich finden konnte.

Nach dem Abschneiden lasse ich alle Beteiligten zuerst in einem kühlen Raum akklimatisieren. Von da ab halten sich die Helleborus mindestens 4-5 Tage.

In manchen Supermärkten landen zuweilen Topfpflanzen günstig, die Gärtner schnell loswerden müssen, weil sie mit den Wurzeln an den Grenzen ihrer Töpfe angekommen sind. Da schlage ich zu, schau mir die Wurzeln an, ob die lebendig sind. Kaufe die Gezwickten + topfe sie postwendend in bequemere Töpfe um. Obwohl wir mitten im Winter sind. Vorher dürfen sie sich erst mal satt trinken.

So gut wie immer recken und strecken sie sich. Natürlich bilde ich mir ein, dass sie dankbar sind, die Christrosen beweisen es deutlich! Finde ich!

Es sind für mich sowieso die Wunder-Zauber-Blumen schlechthin.

Frierts ducken sie sich + werden komplett steif.

Kaum gerät die Temperatur wieder ins Plus

plustern sie sich auf zu stattlicher Blüte + jedesmal, wenn ich dran vorbei komme, kriege ich sofort gute Laune!

Zurück zum Essen

BÉCHAMEL-SEELACHS MIT BLUMENKOHL IN DÜNNSTEN FILOTEIG-BLÄTTERN zum Rezept…

Und weil’s halt so gut schmeckt und so’n bisschen was Süsses ja doch immer ganz nett ist, noch ein kleiner Nachtisch. BLANC MANGER MIT PISTAZIEN + KOKOSFLOCKEN, passend zum Schnee draussen.

zum Rezept + zur Alternative mit CARAMEL SAUCE…

In Sesslach haben wirs gut. Wir können einen ausgedehnten Spaziergang unternehmen, wenn wir uns den Nachtisch mit Laufen an der frischen Luft verdienen + nicht selbst machen wollen. Im „Café Mohnbiene“  www.hofcafe-mohnbiene.de in Gemünda gibts Winter-Torte.

Nicht nur, Gudrun Jöchner bäckt natürlich noch viele andere Torten selbst. + sie kocht, für Feiern + Veranstaltungen aller Art.  Dazu nimmt sie die Zutaten aus ihrem Direktvermarktungs Laden. Bei all dem ist sie ihrem Konzept treu. Im Laden + im Café gibts ausschliesslich aus der Region, sich ergänzend: Fleisch + Wurst in Hausmacher Art, so wie früher gewurstet wurde. Saulecker! Ohne Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, E-Stoffe. Bio-Gemüse der Jahreszeit entsprechend, Milch, Joghurt, Sahne, Frischkäse, Wein, Bio natürlich. Käse +, wem nicht einfällt, was er daraus kochen soll, der kann im Laden jeden Monat ein neues Rezept einsammeln. Grad gehts um Steckrüben + Bauchspeck.

Mit ihren Unternehmungen lockt Gudrun ihre Gäste. Kino auf dem Lande gibts, den Frauenwohlfühltag + in den Sommerferien können wir Daheimgebliebenen sehr bequem bei ihr fremde Küchen kennen lernen. Nicht nur, wer eine Reise tut, hat viel zu erzählen!

Die „Reise“ nach Gemünda ist kurz + wohltuend.

Frische, kalte, sonnige Winter-Schnee-Luft bläst uns durch.

Wir geniessen sie in der Annahme, dass im Gärtchen eh Ruh herrscht und wir dort nix tun können. Ha, weit gefehlt! Unterm Schnee arbeitets.

Ein paar Tage später ist er weggetaut. Ich traue meinen Augen nicht! Am liebsten würde ich an allem, was da spriesst ziehen, damits noch schneller wächst.

Akelei (Aquilegia) kriecht durch Farn

Winterlinge (Eranthis hyemalis) kämpfen sich tapfer raus.

+ auch die Fette Henne bohrt sich nach oben.

Meine Schneeglöckchen (Galanthus) spitzen. Zu meinem Erstaunen hat auch das Ruprechtskraut  (Geranium robertianum) überhaupt nicht schlapp gemacht in der Eiseskälte. Der „Stinkstorchschnabel“, mir riecht er gut, bedeckt er doch gerne + zuverlässig den Boden zwischen meinen Stauden.

So weit sind wir aber doch noch nicht. Ich zieh dann doch an niemandem. Leise fängt es wieder  an zu schneien.

Ich halte mich an den Kater, der marschiert flugs Richtung Sofa!

Bis zu meinem nächsten BLOG, mal sehen wie weit das Gärtchen dann ist!

Fränkische Schnee-Grüsse!

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